„Heilung in bewegten Zeiten“

Bericht von der 26. GBP-Fachtagung mit Vorworkshop in Schloss Buchenau

Gut gelaunt und aufgeregt reisten wir am Mittwoch den 29.04.26 nach Schloss Buchenau um alles für den an diesem Tag beginnenden Vorworkshop vorzubereiten. Es war die erste Tagung, die wir als neues Vorstandsteam gemeinsam organisiert haben. Auch wenn Bettina und ich schon Tagungen organisiert haben, war es auch für uns aufregend und wir fragten uns, ob alles klappen wird wie gedacht.

Beim Vorworkshop mit Jaya Herbst erforschten wir Meditation und deren Wirkung auf unser Körpersystem. Wir durften erleben, wie die Herz-Hirn-Kohärenz auf unser Körpersystem wirkt. Bis Freitagvormittag bekamen wir eine gute Mischung aus Theorie und Praxis. Vielen Dank liebe Jaya. Beseelt beendeten wir den Vorworkshop, um dann am Nachmittag in die Tagung zu starten.

Ab Freitagnachmittag begann dann mit ca. 50 Biodynamiker*innen und 9 Referent*innen unsere Tagung auf Schloss Buchenau. Die Wiedersehensfreude nach eineinhalb Jahren Pause war bei den meisten Teilnehmer*innen sehr groß.

Vor dem Beginn der Tagung stand wie immer die Mitgliederversammlung des Vereins an (Protokoll siehe Homepage). Offiziell begann die Tagung mit dem Eröffnungsvortrag von Dorothea Wettengel. Die Mitbegründerin der Heiligenfeld Kliniken hatte den Overview-Effekt als Thema gewählt. Unter dem Overview-Effekt verstand sie tatsächlich den Anblick der Erde, welchen die Astronauten aus dem Weltall haben. Bei den Astronauten führte dieser Anblick zu einem Gefühl von Ehrfurcht und größerer Verantwortung für diesen wunderbaren Planeten Erde. Wie bei den Astronauten können wir mehr Selbstfürsorge für unsere Seele übernehmen, wenn wir einen beobachtenden Blick auf sie richten. Auf diese Art und Weise kann es zu mehr Frieden im innerseelischen Bereich führen. Wer im Frieden mit sich selbst ist, wird auch Frieden im Außen und in der Gesellschaft schaffen, resümierte sie.

Merve Maschmann aus Hamburg führte uns am Freitagabend ins Biodanza ein. Dies ist eine Tanzmethode, die mit ihren angeleiteten Impulsen dabei unterstützt, den eigenen Körper in der Bewegung zu erkunden und damit in den Kontakt mit den anderen Teilnehmer*innen zu gehen. Die Leichtigkeit der Bewegung und das Vertrauen in die eigenen Körperimpulse konnten wir an diesem Abend erleben. In angenehmer Stimmung und herzlichem Kontakt zu den Mittanzenden ließen wir den Abend ausklingen.

Wie immer starteten wir am Samstagvormittag mit 3 Workshops: Jaya Herbst referierte zum Thema Im Herzraum zu Hause, Bettina Specht zum Thema Heilen im Herzen, Petra Hofmann und Frank Koch zur Körperintelligenz. Nachmittags gab es dann wieder 3 Workshops: Daniel Tietz lies die Naturverbundenheit erleben (davon haben wir ausschließlich positive Berichte gehört.), Stefan Ide vermittelte die TRE Übungen von David Bercelli und Klaus Käppeli-Valaulta referierte über Trauma bei Schwangerschaft und Geburt.

Auf den Workshop von Klaus Käppeli-Valaulta möchte ich etwas näher eingehen: Obwohl ich schon viel zu dem Thema gehört und gemacht habe, bin ich immer wieder von der Arbeit von Klaus Käppeli beeindruckt. Ich finde, dass er nochmal was ganz Eigenes in seine prä- und perinatale Arbeit einbringt.

Mit einer umfangreichen Power Point Präsentation führte er uns in seine körperpsychotherapeutische Arbeit mit Säuglingen und Kleinkindern ein. In kurzen Filmen mit Therapiesequenzen konnten wir dann einen Eindruck von seiner Arbeit gewinnen.

Am meisten hat mich beeindruckt, wie wichtig es ist, Unmutsäußerungen der Säuglinge und Kleinkinder auszuhalten. Wichtig ist dabei, präsent zu bleiben und ruhig zureden. Laut Käppeli äußern sie über Schreien (ihre einzige Möglichkeit des Ausdrucks) ihre traumatischen Erfahrungen. Es ist nicht schlimm, wenn geweint wird. Schlimm ist es, wenn ein Säugling oder Kleinkind ohne Begleitung, also alleine gelassen, weint, so wie es meine Generation sicher oft erlebt hat. Schreien stärkt die Lunge, war die Aussage des Kinderarztes meiner Mutter. Heute wissen wir es zum Glück besser.

Unser Fest am Samstagabend wurde mit einem reichhaltigen Kulturprogramm eröffnet. Anne Morstadt spielte auf dem Akkordeon. Dazwischen las Thomas Haudel einige Gedichte aus seinem ersten erschienenen Gedichtband „Lebenslichtgefunkel“ vor. Anschließend lies uns Bettina Specht an ausgewählten Passsagen ihres noch in diesem Jahr erscheinenden Buches „Wüstenlicht – Dunkelgeschichten aus der Stille“ teilhaben. Zum Abschluss sang Anne noch ein englisches Madrigal von Tomas Tallis und lud uns mit zwei Kanons und einem Frühlingslied zum Mitsingen ein.

Der anschließende Tanzabend hat eine lange Tradition im Verein und wurde wieder begeistert angenommen.

Sonntags ging es mit den nächsten Workshops weiter. Referent*innen waren Gina Gohl mit dem Titel „Flow – der süße Strom der Lebensenergie“, Stefan Ide und Klaus Käppeli-Valaulta wiederholten ihre Workshops vom Vortag. Wieder gab es nur positive Rückmeldungen.

Beim Abschlußplenum konnten wir als Vorstand uns über viele positive Rückmeldungen bezüglich der gelungenen Tagung freuen.

Nach der Tagung ist vor der Tagung. Ich freue mich schon, wieder viele bekannte Gesichter auf der nächsten Tagung zu sehen.

Ulrike Lienert

2. Vorsitzende

Unsere Tagung „Fülle und Weiterentwicklungen der Biodynamik“ fand große Resonanz

Am Wochenende vom 18.-20.10.2024 fand im Schloss Buchenau unsere 25. GBP-Fachtagung statt. In einer großen lebendigen Gruppe von Gleichgesinnten starteten wir voll Freude und Neugier in die Tagung. Wer wird da sein, was für tolle Workshops können wir erleben?

An dieser Tagung durften wir 2 Jubiläen feiern. Seit stolzen 30 Jahren gibt es unseren Verein und wir haben die 25. Fachtagung organisiert.

Aus diesem Grund war das Format der Tagung ein wenig anders: außer den 3Std. Workshops gab es auch Workshops im 1 ½ Std. Format.

Auch diese Tagung wurde von der Psychotherapeutenkammer Hessen als Fortbildung für Psychologische Psychotherapeuten anerkannt.

Gestartet sind wir am Mittwoch mit unseren Vorworkshops. Sie wurden von den Biodynamikern Menno de Lange und Achim Korte geleitet. Beide sind erfahrene Therapeuten und Ausbilder: Achim Korte in der Ecole Biodynamique Montpellier; Menno de Lange war der Gründer und viele Jahre Leiter des Amsterdamer Institutes für Biodynamik. Beide Referenten boten auch auf der Tagung Workshops an.

Bei unserer turnusmäßig vor der Tagung stattfindenden Mitgliederversammlung wurden 4 neue Vorstandsmitglieder gewählt. Alle zurückgetretenen Vorstandsmitglieder wurden für ihre teils langjährige Arbeit (Christine Clouth 9 Jahre, Heidrun Claussen insgesamt 8 Jahre) gewürdigt und mit großem Beifall von ihren Ämtern entbunden.

Die Fachtagung begann mit dem Eröffnungsvortrag von Christine Clouth und Hanna Maier. Unter dem Titel „Bewahren und Bewegen“ gaben sie einen Überblick über den Alltag in Biodynamischen Praxen, aktuelle Entwicklungen der Methode und Forschungsprojekte.

Am Abend wurden wir von Johanna Kuniagina und Beatrice Losito in das geleitete Improvisationstheater eingeführt. Wir konnten unserer Spielfreude freien Lauf lassen. Dies bescherte dem Publikum manch humorvolle und poetische Szene. Es war eine unterhaltsame Einstimmung auf die nächsten Tage.

In seinem Workshop am Samstag gab uns Menno de Lange eine kurze Einführung in das Konzept der Primärpersönlichkeit und seine Wechselwirkung mit Aspekten der Sekundärpersönlichkeit. Im Stehen konnten wir bei biodynamischen Übungen unseren energetischen Impulsen nachspüren, die durch die Atmung verstärkt wurden. Menno de Lange überzeugte mit seiner einfachen und liebevollen Sprache und der Haltung, dass Biodynamik nicht nur eine Therapiemethode ist, sondern eine philosophische Haltung zum Leben und zu seinen Mitmenschen.

Siggi Bach, ein langjähriger Mitarbeiter Gerda Boyesens, zeigte uns einige funktionelle Übungen, um den Muskeltonus von strukturschwachen Klienten zu stärken. Übungen wie die Qualle und eine Tiefenentspannung rundeten den praxisorientierten Workshop ab.

Danach bot Thomas Haudel einen Workshop an zu der von ihm entwickelten Methode des „Satzergänzungslaufkreises“. Stationär arbeitende Therapeutinnen sahen die Methode als mögliche Bereicherung für die Gruppenangebote in Kliniken.

Im Workshop von Ulrike Brandl konnten wir erleben, wie man die noch relativ neue Polyvagaltheorie von Steven Porges in die praktische biodynamische Arbeit mit Klienten integrieren kann.

Christine Clouth führte uns in die traumatherapeutische Arbeit mit ROMC ein und in dem Workshop von Sabine Schmidt konnte wissenswertes über Vaginismus gelernt werden.

Lisa Kroner nahm uns auf ihre humorvolle Art mit in die heilsame Kraft des Humors und bei Sabine Kluth konnten wir verschiedene Atemtypen kennenlernen.

Rhythmus als heilsame Kraft haben wir mit Grazyna Bzik erlebt und Sonja Marten führte uns zu heilsamen Räumen.

Ulrike Lienert machte auf die Bedeutung der körperlichen Berührung bei Energetischer Arbeit aufmerksam.

Auf seinem Workshop am Sonntag leitete Achim Korte Mediationen, an, um eine Befreiung von energetischem Stress, komprimierter emotionaler Energie und negativen Gedanken zu bewirken. Sie wurden von den Teilnehmer*innen als heilsam erlebt.

Siggi Bach bekam in seinem 2. Workshop die Gelegenheit, seine neuen Theorien zur Biodynamik im bio-psycho-sozialen Feld zu präsentieren. Es wurde aufgezeigt, wie anschlussfähig die Biodynamik an viele andere moderne Theorien zum Zusammenwirken von Körper, Geist und sozialem Umfeld ist.

Das abendliche Fest mit Sektempfang durfte nicht fehlen. Zur Musik, zu der von den Anwesenden erstellten Musikliste wurde sehr vielfältig und expressiv getanzt.

Da wir ein Jubiläum feierten gab es am Samstagabend von einem unserer Vereins Gründungsmitglieder Heidrun Claussen einen Vortrag zur Geschichte der GBP mit vielen Fotos illustriert. Diese Art der Vereinsgeschichtspflege hat Tradition in der GBP und trägt zur gefestigten Identität der Mitglieder bei.

Beim Abschlussplenum am Sonntag bekam der Vorstand viele positive Rückmeldungen für die gelungene Tagung. Die Tagung wurde erstmalig ausschließlich von biodynamisch tätigen Referent*innen durchgeführt. Das zeigte uns, wie vielfältig sich die Methode inhaltlich entwickelt hat und wie viele gut ausgebildete biodynamische Therapeut*innen es inzwischen gibt. Es kommt nun darauf an, die Biodynamische Psychotherapie auch anderen Therapeut*innen weiterzuvermitteln und ihre wissenschaftliche Anerkennung voranzutreiben.

Ulrike Lienert

Schloss Buchenau – hier fand die Tagung wie bereits in vergangenen Jahren statt!

Lust am Unsichtbaren – Feinstoffliche und spirituelle Dimensionen in der Körperpsychotherapie

24. Fachtagung vom 06.-08.10.23 in Schloss Buchenau, Eiterfeld – mit Vorworkshops vom 04.-06.10.2023

In einem großen Kreis mit lebendigen, gleichgesinnten Menschen zu sitzen ist ein Höhepunkt der alljährlichen Tagung. Beim Anblick der fast hundert jungen wie älteren Gesichter in diesem Jahr, erfasste uns eine Welle von Glück und ein Gefühl von Richtigkeit.

Im Angesicht dieser von Krisen belasteten Welt zeigt sich unsere Arbeit wie ein bedeutender und stärkender Beitrag für das Leben.

Mit dem Thema unserer Tagung 2023 „Die Lust am Unsichtbaren – spirituelle und feinstoffliche Dimensionen der Körperpsychotherapie“ scheinen wir einen Nerv der Zeit getroffen zu haben.

Im Eröffnungsvortrag von Bettina Specht wurde die spirituelle Depression (G. Boyesen) und das kollektive Trauma (T. Hübl ) zusammen betrachtet. Diese traumatische Energie hält die Schwingung unseres Energiesystems niedrig und gefroren. Seit langer Zeit sind wir als Menschen immer wieder in ein traumatisiertes und traumatisierendes Feld hinein geboren worden. Damit bleibt das Potenzial der höheren Ebenen weitestgehend verschlossen. Wir verweilen kollektiv in einer spirituellen Depression. Dann würde es im Umkehrschluss bedeuten, dass jede Arbeit, die Trauma auflösend oder integrierend wirkt, die essenziellen Aspekte des globalen Feldes fördert. Und genau das öffnet die Möglichkeit der Heilung, unserer Welt dienlich zu sein.

An diesem Schnittpunkt zeigten die ReferentInnen verschiedene und einander ergänzende Ansätze.

Frithjof Paulig lud die Teilnehmenden mit Energie-, Körper- und Bewusstseinstools aus der Orgodynamik ein, tiefer in ein fließendes Gewahrsein einzutreten. Das Strömen der Lebensenergie von Moment zu Moment zu erleben und sich im Leben davon tragen zu lassen.Da Alberto D’Enjoy leider wegen Krankheit absagte, übernahm Frithjof spontan einen Vorworkshop.

Menno de Lange und Ebba Boyesen fehlten ebenfalls aus Krankheitsgründen.

Es füllte sich gleichermaßen der andere Vorworkshop, den Bettina Specht übernommen hatte. Sich tiefer auf das innere, verborgene Geheimnis, wie es die MystikerInnen beschreiben, einzulassen, war ihre Aufforderung. Dazu erlebten die Teilnehmenden in verschieden Übungen mit verbundenen Augen erstaunliche Erkenntnisse und tiefe Berührungen. An einem Abend tauchten sie in eine Meditation in Dunkelheit und Stille ein. Zu einem anderen Zeitpunkt erfühlten die TeilnehmerInnen die Natur mit verbundenen Augen.

Die Wirkung der morphischen Felder machte Parvati Hörler in ihren Workshops erlebbar. Sie erläuterte uns nicht nur die verschiedenen Felder, sondern nahm uns mit in eine Klärung und Reinigung, die sich erfrischend und belebend anfühlte.

Hüter der unterschiedlichen Auraschichten konnten wahrgenommen werden. Nadja Matthäus-Kersten und Ulrike Kersten brachten Musik mit ins Feld. So fanden wohltuende Harmonisierungen und Aufladungen des Herz- und Wurzelchakras statt. Revitalisiert und erfrischt kamen die Menschen aus ihrem Tagungsraum und waren bereit für den nächsten Schritt.

Gina Gohl`s Raum verführte die Teilnehmenden direkt mit Wohlgerüchen und einer Atmosphäre, als wenn jemand kurz zuvor eine heilige Zeremonie abgehalten hätte. Mit Tanz, Spiel und Humor führte uns Gina in die Wahrnehmung anderer Welten frei nach dem Motto „Mensch lerne tanzen, sonst wissen die Engel im Himmel mit Dir nichts anzufangen“.

Vor einem großen Auditorium teilte Joachim Vieregge aus seinem reichen Lebensschatz. Er erläuterte das Wesen negativer und positiver Elementale. Auch im Nachhinein war er voll des Lobes für diese lebendige Tagung.

In der Podiumsdiskussion wurde es persönlich unter den ReferentInnen. Fragen zum individuellen spirituellen Weg öffneten einige Schatzkästlein. Welche eigenen Erfahrungen bildeten den Hintergrund für die Workshops? Die Atmosphäre war dicht und intim.

Das Tanzbein schwangen die Teilnehmenden gleich zweimal.

Am Freitagabend begleitet uns Lisa Kroner mit feinen Worten, ungewöhnlichen Anregungen und lebendiger Musik in neue Tanzerfahrungen.

Zum schon traditionellen Tanzabend am Samstag hatte DJ Jörg Schirrmeister aus den Wünschen der Anwesenden eine lange Playlist erstellt.

Eingefangen wurde die Fachtagung von unserer Hoffotografin Heike Wippermann.

Bei angenehmen Wetter, verwöhnt mit köstlichem Essen, eingebettet in das Ambiente des Schlosses genossen wir das gemeinsame Feld.

Wir blicken auf eine rundum gelungene Tagung zurück!

Der Vorstand der GBP e.V.

Falls Sie noch nicht auf unserer Interessentenliste stehen, informieren Sie uns einfach über unser Kontaktformular, gerne lassen wir Ihnen Informationen über zukünftige Tagungen zukommen.

Schloss Buchenau – Biodynamische Flagge


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